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THE DAY AFTER TOMORROW

Kritik zum Halb-Weltuntergangs- Blockbuster von Roland Emmerich.

der mensch baut scheisse, die natur betätigt die klospülung. das ist die botschaft von roland emmerichs 'the day after tomorrow'. nach der spülung a.k.a. flutwelle folgen temperatursturz und schließlich eine halb-weltweite eiszeit. und alles weil wir menschen einfach zu dumm sind auf den einzigen planeten aufzupassen den wir momentan bewohnen können. ein katastrophenfilm mit botschaft - so was aber auch. wenn der mal im fernsehen läuft gibt's sicher davor den werbehinweis "sponsored by greenpeace". die geschichte beruht auf der theorie dass der treibhauseffekt und globale erwärmung den 'northatlantic current' durcheinanderbringen oder sogar stoppen könnte, sozusagen die wärmepumpe der nördlichen hemisphäre. würde das tatsächlich passieren, so hätten wir eine klimaveränderung innerhalb von zehn oder zwanzig jahren am hals. für den film wurde diese zeit auf wenige wochen verringert.

emmerich hat solide arbeit geleistet. man hat zwar irgendwie das gefühl sämtliche visuellen schlüsselszenen irgendwo schon mal gesehen zu haben (die zerbröselnden wolkenkratzer in 'independence day' und 'armageddon', die flutwelle in 'deep impact', die tornados in 'twister'... und vieles traurigerweise einfach in den nachrichten), trotzdem geht der spaß nicht verloren. das drehbuch angelt sich von schaueffekt zu schaueffekt mit ein paar dramatischen aber nicht gerade innovativen charakterdetails dazwischengestreut. eine gruppe von studenten verschanzt sich in der new yorker bibliothek und muss ironischerweise das wissen der menschheit verbrennen um zu überleben. ein vater gibt ein versprechen und geht seinen sohn retten - oder naja, eigentlich weniger retten als einfach durch eis und schnee besuchen um dann gemeinsam gerettet zu werden. und alles verläuft recht geradlinig bis zum ende des katastrophenwetters: dann müssen die überlebenden amis in mexiko um asyl ansuchen. europa ist vom weltall aus gesehen eine schöne schneelandschaft. und ein paar wissenschaftler in schottland treten würdevoll mit einem glas zwölfjährigem whisky ab.

'the day after tomorrow' ist ein weiterer prototypischer katastrophenfilm der sich ohne probleme zu seinen vorgängern einreihen kann. das erschreckendste daran ist dieses mal schlicht und einfach die theoretische möglichkeit dass uns so etwas wirklich einmal bevorsteht, und nicht als schicksal, sondern aus selbstverschulden. wer weiß, hunderte jahre später grabt dann wer ne dvd davon aus und es landet als dokumentation in den videotheken.


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